Anbau

Sie haben bereits ein Zuhause, aber Ihnen geht der Platz aus? Kein Problem. Familienzuwachs, Home-Office, Hobbies, die viel Platz brauchen - all das können Gründe für eine Erweiterung des eigenen Hauses sein. Schließlich möchte man auch bei Platzmangel nicht immer sofort umziehen. Es gibt viele Möglichkeiten, den bereits vorhandenen Platz Ihres Grundstücks effizient zu nutzen: Kellerausbauten und Dachgeschosse bieten die Möglichkeit, Raum zu schaffen. Wenn es jedoch etwas ganz Neues sein soll, warum dann nicht einen Anbau wagen?

Ein Anbau bietet nicht nur die Möglichkeit, mehr Raum zu schaffen – Sie können sich mit den zusätzlichen Quadratmetern auch noch einmal selbst verwirklichen. Es gibt viele Optionen, einen Anbau umzusetzen. Ob Wintergarten aus Glaselementen, ein Holzanbau, ein- oder zweigeschossig – viel ist möglich! Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei einem Anbau an Ihrem Haus achten sollten und was das Projekt kostet.

Vorbereitung

Nicht nur für einen Neubau sollten Sie gut informiert und vorbereitet sein – auch ein Anbau erfolgt im Rahmen festgelegter rechtlicher Grundlagen und Normen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Sie auch für den Anbau einen Standsicherheitsnachweis, Schal- und Bewehrungspläne und den Wärmeschutznachweis nach EnEV benötigen. Und natürlich die Pläne für das bereits stehende Gebäude. Genau wie bei einem Neubau ist es also hilfreich, sich von einem Architekten oder Bauingenieur durch den Prozess begleiten zu lassen.

Kosten

Für einen Anbau sollten Sie in Deutschland durchschnittlich 1400 bis 1800 Euro pro Quadratmeter kalkulieren. Möchten Sie doppelgeschossig bauen, erweitert sich der Preis um rund 50 Prozent. Damit liegen die Kosten für ein Anbauprojekt etwas höher als für den Ausbau eines Dachgeschosses oder Kellers. Dafür müssten Sie durchschnittlich 800 bis 1000 Euro pro Quadratmeter berechnen. Aber auch die Kosten für den Anbau können natürlich variieren – je nach Bedingungen und Größe des Projekts.

Möglichkeiten und Voraussetzungen

Balkon, Garage, Wintergarten – auch diese Räumlichkeiten gelten bereits als Anbau und fallen unter die Bedingungen, die für die Erweiterung des eigenen Heims gelten. Sie können aber auch ganz neue Räume mit Nutz- und Wohnfläche planen: Ein neues Bad, weil es sich vor dem alten ständig staut. Eine neue Küche, weil die alte einfach zu klein ist. Oder ein Büro, in dem das eigene Home-Office in aller Ruhe eingerichtet werden kann.

Ob Ihr Anbau möglich ist, hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab: Wird der Abstand zum Nachbargrundstück eingehalten? Wie hoch soll das Projekt werden? Auch für einen Anbau benötigen Sie oft eine Baugenehmigung, die sich an den Regeln Ihrer Region orientiert. Die Landesbauordnungen der Bundesländer und der Bebauungsplan für Ihre Region legen fest, welche Abstände eingehalten werden müssen. In einigen Bundesländern gilt jedoch auch die Zustimmung der Nachbarn als Voraussetzung für einen möglichen Anbau.

Grundsätzlich liegt der festgelegte Mindestabstand von der Grundstücksgrenze bei 2,5 bis 3 Metern. Zusätzlich gibt es Vorschriften zur Mindesthöhe von Aufenthaltsräumen unter dem Dach, die in den Bauordnungen festgehalten sind. Halten Sie sich an diesen Rahmen, können Sie entscheiden, wie Sie Ihren Anbau nutzen möchten.

Sie haben sich über Vorgaben informiert und wissen, was Sie bauen möchten? Dann hängen die Kosten für Ihren Anbau nun noch von den Bedingungen auf der Baustelle ab:

Mit welchem Preis Sie rechnen müssen, hängt unter anderem davon ab, wo Sie bauen. Denn wie bei einem Neubau kann der Anbau in einer Metropolregion deutlich teurer ausfallen als auf dem Land.

Auch die Zugänglichkeit der Baustelle hat einen Einfluss auf die Kosten für das Projekt – ist die Baustelle schwer zugänglich oder der Boden nicht ausreichend tragfähig, kann das die Kosten für den Anbau erhöhen.

Ebenfalls ausschlaggebend ist die Bodenbeschaffenheit Ihres Grundstücks – denn ob Neubau, Kellerbau oder Anbau, Erdarbeiten sind immer notwendig. Denn auch für einen Anbau muss eine Fundamentplatte gelegt werden.

Natürlich verändert die Komplexität des Vorhabens den Preis. Je komplexer geplant wird – dazu gehört zum Beispiel ein Steildach statt Würfelbau – desto höher können die Kosten ausfallen.

Bad, Küche, Wohnzimmer? Was es auch wird, es soll wohnlich ausgestattet werden. Dazu gehören Wasseranschlüsse, Rohrleitungen und manchmal auch ein Wanddurchbruch zum bereits bestehenden Gebäude.

Unterstützung durch Architekten und Bauingenieure

Sie haben sich für den Anbau entschieden? Dann ist jetzt die Zeit, einen guten Partner für Ihr Projekt zu suchen. Beratung, Nachweise und Pläne – eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass Ihr Anbau später sicher und nach Ihren Wünschen steht. Dabei kann der passende Architekt oder Bauingenieur Sie bestmöglich unterstützen. Wir helfen Ihnen bei der Suche! Unsere Experten erstellen Ihnen alle notwendigen Pläne und Unterlagen. Gemeinsam mit unseren Bauingenieuren können Sie Ihr Traumprojekt planen.

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