Wie plane ich den Bau meiner Dachterrasse?

Stell dir vor, du genießt die Sonne auf deiner Dachterrasse, du gönnst dir eine wohlverdiente Pause von Homeoffice und Alltagsstress. Eine kleine grüne Oase nur für dich und deine Liebsten.

Eine Dachterrasse bietet nicht nur den idealen Ort, um die Seele baumeln zu lassen, sie steigert zusätzlich auch den Wert deiner Immobilie. Gerade in Großstädten wie Berlin, München oder Hamburg trägt eine schöne Aussicht über die Dächer der Stadt immens zur Wertsteigerung bei. 

Der Bau einer Dachterrasse ist allerdings kein einfaches Sonntagsprojekt –  auch nicht für erfahrene Heimwerker! Bevor du also in den Baumarkt rennst und drauflos planst, zeigen wir dir hier, was du bei der Planung und Ausführung deiner Dachterrasse beachten musst.

Vorüberlegungen

Bevor du mit der Planung deiner neuen Dachterrasse beginnen kannst, solltest du einige Vorüberlegungen anstellen – angefangen bei der Dachform. Das Flachdach eignet sich selbstverständlich am besten für den Bau einer Dachterrasse. Die Planung wird einfacher und die Kosten werden auch mit großer Wahrscheinlichkeit geringer ausfallen. Aber keine Sorge, auch auf dem traditionellen Satteldach lässt sich der Traum von dem Dachgarten realisieren. Allerdings ist diese nachträgliche Integration einer Dachfläche oft mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Dennoch solltest du hier auf keinen Fall selber Hand anlegen, denn solche komplexen Arbeiten sollten stets von einem fachkundigen Experten ausgeführt werden. So kannst du Baufehler vermeiden und im Endeffekt weitere unnötige Kosten sparen. Die wichtigste Voraussetzung für den Bau der Dachterrasse ist natürlich in jedem Fall die Statik des Dachs, schließlich muss das Dach stabil genug sein, um die hinzukommenden Lasten auszuhalten. Daher solltest unbedingt einen Statiker in die Planung deiner Dachterrasse involvieren.

Ein weiterer Punkt, über den du dir einige Gedanken machen solltest, ist der Zugang zum Dach. Besteht die Möglichkeit, das Dach über eine Tür zu betreten? Wenn nicht, muss eine Treppe her, wo kann diese angebracht werden? 

Noch wichtiger ist allerdings die Frage, ob du auf deinem Grundstück eine Dachterrasse bauen darfst. Gegebenenfalls müssen an dieser Stelle weitere Personen eingeschaltet werden. Ein Architekt für die Genehmigungsplanung, die Nachbarn, die ebenfalls befragt werden müssen, und und und. Bevor du also deine Zeit mit der Planung und der Vorstellung von deiner Dachoase verschwendest, solltest du dich an die Recherche setzen. Wir haben hier schon mal einen ersten Anstoß für dich! 

Dachformen sind für dich ein Fremdwort? Hier kannst du mehr zu dem Thema nachlesen! 

Baugenehmigung 

Dachterrassen sind sogenannte „nicht unbedeutende bauliche Anlagen“ – das bedeutet, dass der Bau einer Dachterrasse immer auch eine Baugenehmigung erfordert. Um nachzugucken, ob du auf deinem Dach überhaupt eine Dachterrasse bauen darfst, ist der Bebauungsplan stets die erste Anlaufstelle. Darin ist geregelt, auf welche Art und Weise dein Grundstück bebaut und genutzt werden darf. Am besten lässt du dich bereits frühzeitig von deiner örtlichen Baubehörde zu deinen Möglichkeiten beraten. Für die Genehmigungsplanung brauchst du in jedem Fall die Hilfe eines Architekten und auch eines Statikers. Der Architekt hilft dir dabei alle notwendigen Belege über die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Vorschriften zu erhalten und diese ebenfalls bei der zuständigen Behörde einzureichen. Hierzu zählen vor allem auch die DIN-Vorschriften, die unter anderem die Abdichtung deines Daches regeln. Die DIN 18531 wird beim Ausbau deines Daches in eine Terrasse besonders wichtig. Darin sind die Anforderungen an die Dachabdichtung festgehalten. Zuvor galt die DIN 18531 ausschließlich für ungenutzt Dächer, dies hat sich allerdings im Juli 2017 geändert. Nun müssen auch Dachflächen mit Dachterrassen oder intensiver Begrünung die Anforderungen erfüllen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen bei der Planung deiner Dachterrasse zahlreiche Faktoren, wie beispielsweise die Dachneigung, beachtet werden.

Eine weitere Anforderung für den Erhalt der Baugenehmigung ist die geplante Dämmung. Liegt die Dachterrasse nämlich über deinem Wohnraum, muss auch ausreichend gedämmt werden. Wird die Terrasse also nachträglich ausgebaut, muss die Dachdämmung deines Hauses intakt bleiben und den geltenden Anforderungen an die Dämmung entsprechen. Eine mangelhafte Dämmung des Terrassenbodens kann dazu führen, dass der betroffene Wohnraum in den extrem warmen und kalten Monaten unbewohnbar wird. Soll die Dachterrasse über der Garage entstehen? Um genau dieses Problem zu verhindern, solltest du dich auch zum Thema Dämmung auf jeden Fall von einem Architekten oder Bauingenieur beraten lassen. 

Der Architekt hilft dir nicht nur bei der Planung und dabei alle nötigen Nachweise zu erlangen – auch bei Gesprächen mit den Nachbarn und der Baubehörde ist der Architekt dein erster Ansprechpartner. Aus diesem Grund solltest du die Planung und die Ausführung deiner Dachterrasse unbedingt in die Hände eines vertrauen werten Experten legen. Lege noch heute los mit der Planung deiner Dachterrasse und lass dich von einem unserer fachkundigen Architekten zu deinem Projekt beraten.

Statik

Zu guter Letzt greifen wir erneut die Statik auf – wie bereits erwähnt lebt und stirbt der Traum von dem eigenen Dachgarten mit der Statik deines Hauses. Ohne einen Nachweis über die relevanten statischen Berechnungen kann das zuständige Bauamt den Bau deiner Dachterrasse nicht genehmigen. Der Tragwerksplaner oder auch Statiker genannt, bewertet anhand der baulichen Gegebenheiten die Stabilität des Hauses und damit auch die Realisierbarkeit des gesamten Projekts. Hierbei achtet er unter anderem auf:

  • die vorhandene Konstruktion 
  • die geplante Nutzung/ Ausstattung, wenn du beispielsweise planst einen Whirlpool auf deine Dachterrasse zu stellen, muss das Dach weitaus mehr Gewicht aushalten, als bei ein paar Gartenmöbeln 
  • die natürlichen Einflüsse auf die Statik, hierzu zählen vor allem die Lasten die durch Niederschlag oder Regen verursacht werden

Die Ergebnisse werden letztlich in einem Gutachten zusammengefasst. Sollte dein Dach in seiner jetzigen Form nicht stabil genug sein, besteht die Option, es mit Stahlträgern zu verstärken, allerdings kommen hier noch weitere Kosten auf dich zu.

Kosten

Einen pauschalen Preis für die Planung und den Bau deiner Dachterrasse zu nennen ist leider nicht möglich. Zum einen spielen zahlreiche Faktoren wie die vorhandene Dachform und die gewünschte Größe der Terrasse eine Rolle. Eine kleine Terrasse auf einem stabilen Flachdach zu bauen fällt dabei natürlich günstiger aus als der Bau einer großen Dachterrasse auf einem Satteldach, das zuvor bearbeitet werden muss. Muss das Dach allerdings zusätzlich verstärkt werden oder es fallen andere unvorhersehbare Arbeiten an, kann der Preis auch schnell in die Höhe schlagen. Bei einer kleinen Dachterrasse von etwa 15 m², die auf einem stabilen Flachdach gebaut werden soll, kannst in etwa mit einem Preis ab 5.500 € rechnen. 

Bei Construyo kannst du dich bereits vorab von fachkundigen Experten beraten lassen. Unsere kompetenten Bauherrenberater können dich in allen relevanten Anliegen beraten und dir bei der schnellen und unkomplizierten Planung und Ausführung deiner Dachterrasse helfen.

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