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Was kostet ein Wintergarten?

Eine Wohnraumerweiterung, durchflutet mit Tageslicht und doch geschützt von äußeren Witterungszuständen. So in etwa stellen wir uns einen Wintergarten vor, innen gemütlich und außen einladend. Der Wintergarten kann aber noch viel mehr – getrennt vom Wohnraum – als Kaltwintergarten – kann er im Sommer das Gewächshaus und im Winter den Kühlschrank ersetzen. Je nachdem welche Funktion dir beim Wintergarten wichtig ist, wie energieeffizient dieser sein muss und welchen Anspruch du an das Konstruktionsmaterial hast, variieren die Kosten für die vier Wände. Erfahre hier, welche Optionen du hast.

Mauer abreißen – ja oder nein?

Aus der Küche direkt in den Wintergarten, um gemütlich Kaffee zu trinken und ein Stück Zitronenkuchen zu essen – der Traum kann mit einem Anbau Wirklichkeit werden. Dieses Stück Komfort hat jedoch auch seinen Preis. Für einen angegliederten Wintergarten muss unter Umständen ins Tragwerk eingegriffen werden, wenn nicht ohnehin eine Tür aus der Küche, dem Wohnzimmer oder einem anderen gewünschten Raum herausführt. Das abreißen der gesamten Wand ist auch eine Option, denn so bringst du nicht nur am meisten Licht in dein Haus, sondern auch das Gefühl, ein wenig Garten im Haus zu haben. Für einen Durchbruch musst du in jedem Fall einen Statiker konsultieren, dieser kann auch die Baugenehmigung für das Bauvorhaben einholen. Für einen Durchbruch einer nichttragenden Wand zahlst du ungefähr 100 bis 300 EUR, eine tragende Wand kostet zwischen 400 und 700 EUR.

Kosten für den Warmwintergarten versus für den Kaltwintergarten

Erweiterter Wohnraum – Der Warmwintergarten

Angegliedert an den Wohnraum, kann der Wintergarten als Esszimmer oder als eine Terrasse, die das ganze Jahr über genutzt werden kann, fungieren. Der nahtlose Übergang muss wie das restliche Haus ausreichend gedämmt sein, Wärmebrücken sollten für ausreichende Energieeffizienz vermeiden werden. Dieser Raum muss wie das restliche Haus beheizt werden, weshalb hier auch laufende Heizkosten eingerechnet werden müssen. 

Im unteren Preissegment zahlst du für einen 20 Quadratmeter großen Warmwintergarten 20.000 bis 35.000 EUR. Bei qualitativ hochwertigerem Material und komplexerer Konstruktion entstehen Kosten zwischen 30.000 und 100.000 EUR.

Völlig losgelöst – der Kaltwintergarten

Der Kaltwintergarten kann ebenfalls an das Haus angegliedert werden, dabei ist er jedoch ein losgelöster Baukörper, der weder gedämmt noch beheizt ist. Das hat den Vorteil, dass die Kosten für die Wärmeerzeugung wegfallen. Im Winter ist er jedoch nicht als Wohn- oder Verweilraum nutzbar, eher noch, um Getränke oder für die Woche vorbereitete Mahlzeiten zu kühlen. Im Sommer ist der Wintergarten, je nach Wunsch und Ausrichtung ziemlich warm (wenn die Sonne als Energiequelle ausgiebig genutzt wird) oder eher kühl (wenn der gegen Norden ausgerichtet ist oder durch weniger Glas Schatten gewährleistet ist). Ein Kaltwintergarten kann an das Haus optisch angegliedert und dabei thermisch vom Haus getrennt sein. Er kann aber auch völlig losgelöst vom Wohnraum als eine Art Pavillon mitten im Garten stehen. Auch hier wird auf Wärmedämmung und -erzeugung gänzlich verzichtet, weshalb ein Kaltwintergarten als Kühlraum fungieren und in den wärmeren Monaten auch bei Regen bzw. mit Markisen ausgestatten als Schattenspender genutzt werden kann.

Dadurch, dass weder Kosten für die Dämmung noch für Energieerzeugung entstehen, bleibt der Wintergarten ohne Fixkosten. Durch die niedrigen Anforderungen an die Energieeffizienz, ist das Fundament weniger komplex, bei den Fenstern kommt man mit Einfachverglasung aus. Die Anschaffungs und Baukosten belaufen sich je nach Material auf 10.000 bis 50.000 EUR.

Wie kommen die Kosten zusammen? 

Kosten für die Trägerkonstruktionen

Kunststoff

Der günstigste Wintergarten ist einer aus Kunststoff. Dieser ist langlebig und recht stabil.

Der Nachteil besteht darin, dass Kunstoff mit der Zeit vergilbt und dabei schwierig aufzuarbeiten ist, da er sich nicht ohne Weiteres streichen lässt. Vor allem für nicht beheizte Wintergärten, die unter Umständen ohne Baugenehmigung auskommen, ist Kunststoff ein geeignetes, da günstiges Baumaterial. Für einen Einfachen Bausatz zahlst du bei einem 20 Quadratmeter Fläche etwa 5.000 bis 10.000 EUR. Hinzu kommen die Kosten von etwa 2.000 EUR für die nicht gedämmte Bodenplatte. Nebenkosten und Montage machen etwa 1.000 EUR aus.

Holz

Ein Wintergarten aus Holz angegliedert an ein Haus in Holzkonstruktion ist nur konsequent. Aber auch ein Massivhaus kann von einem nachträglich angebauten Wintergarten in Holzkonstruktion profitieren, ist Holz doch ein nachwachsender Naturbaustoff und fügt sich in die Natur des Gartens perfekt ein. Die Holzart, die für deinen Wintergarten verarbeitet wird, ist am Ende ausschlaggebend für den Preis. Je nach Holzart und Größe zahlst du für die Variante in Holzständerbauweise zwischen bei 20 Quadratmetern Fläche zwischen 10.000 und 15.000 EUR. Der Preis gilt nur für die Konstruktion. Kosten für Fundament (etwa 3.000 EUR, gedämmt), Errichtung, Nebenkosten und Genehmigung (5.000EUR), Heizungsanschluss (500 EUR) kommen noch hinzu.

Aluminium

Aluminium scheint sich auf den ersten Blick nicht in die Natürlichkeit des Gartens einzufügen und wirkt deshalb womöglich eher nicht ökologisch. Dabei ist es aber ein langlebiger, robuster Baustoff, in Kombination mit Glas zudem elegant und pflegeleicht. Die Konstruktion aus Aluminium und Glas ist die meistgekaufte Variante unter den Wintergärten. 

Die Aluminium Konstruktion ist in der Regel teurer als die Holzvariante und kostet zwischen  10.000 und 25.000 EUR für einen 20 Quadratmeter großen WIntergarten. Der Preis bezieht sich auf die einfachste Ausführung, je komplexer die Konstruktion, desto teurer das Produkt. Einen Preisaufschlag begünstigen neben der Abweichung von Standardmaßen der Einsatz von Falt-, Hebe-Schiebe-Türen, Markisen etc.

Holz/Alu

Auch die Kombination aus Holz und Aluminium ist eine geeignete Variante, da du den gemütlichen Holz-Charme im Inneren der Räumlichkeit genießen kannst und die Alu-Verkleidung in ihrer Langlebigkeit kaum pflegen musst. Der Komfort hat seinen Preis: Du zahlst für eine 20 Quadratmeter Konstruktion zwischen 15.000 und 35.000 EUR.

Kosten für die Verglasung

Wie erwähnt, zahlst du je nach Bedarf und Nutzung unterschiedlich viel. Für den Kaltwintergarten reicht eine Einfachverglasung aus. Der Preis für die Einfachverglasung ist im Bausatz bzw. der Konstruktion mit inbegriffen.

Der Wohnwintergarten muss im Winter warm halten, im Sommer darf es nicht zu heiß in den Räumlichkeiten werden. Deshalb muss er gut isoliert bzw. wärmegeschützt sein, um eine Dreifachverglasung kommst du hierbei nicht umhin. Hier zahlst du in der Regel einen Aufpreis von ca. 4.000 EUR bei einer Standardausführung.

Kosten für die Baugenehmigung des Wintergartens

Ob du eine Baugenehmigung für deinen Wintergarten brauchst, hängt davon ab, in welchem Bundesland du wohnst. Wie komplex die Bestimmungen sind, zeigt das Beispiel Brandenburg: Hier kannst du mit einer Baugenehmigung rechnen, wenn dein Wintergarten eine 5 Meter Breite nicht überschreitet. Er darf maximal über zwei Geschosse reichen und maximal 3 Meter vortreten. Der Abstand zum Nachbarn beträgt dabei höchstens 2 Meter, insgesamt darf nicht mehr ein ein Drittel der Außenwand beansprucht werden. 

Ein nicht beheizter, lichtdurchlässiger mit unter 20 Quadratmeter Grundfläche und 75 Kubikmeter Brutto-Rauminhalt bedarf keiner Baugenehmigung. Klingt kompliziert? Stelle am besten vorab eine Bauvoranfrage beim Bauamt oder konsultiere gleich einen Architekten, dieser kann den Bauantrag für dich stellen. Für dich belaufen sich die Kosten dafür je nach Komplexität auf etwa 500 bis 3.000 EUR.

Wintergarten ja oder nein?

Es gibt gravierende Unterschiede zwischen eine Wohn- bzw- Warmwintergarten, den man wie einen Wohnraum behandelt und einem Kaltwintergarten, der eher einer verglasten Terrasse gleicht. Dies spiegelt sich ganz deutlich im Preis wider. Wer eine schnelle günstige Lösung braucht, setzt auf Bausätze mit ein Einfachverglasung und keinerlei Anspruch an Wärmeschutz. Eine Wohnzimemrerweiterung mit Fußbodenheizung hat anderen Ansprüche an die Energieeffizienz und muss genehmigt werden. Das hat natürlich seinen Preis!

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