Neubau

Die eigenen vier Wände! Ein neues Zuhause? Sie planen Ihr erstes Eigenheim und möchten es selbst verwirklichen - dann stellen Sie sich sicher viele Fragen zur Planung. Wir erklären Ihnen hier, was Sie bei einem Neubau beachten müssen und wie wir Ihnen dabei helfen können, Ihr Projekt erfolgreich umzusetzen.

Das Grundstück

Für jedes Projekt brauchen Sie erst einmal ein Grundstück. Und nicht auf jedem Grundstück kann nach eigenem Belieben gebaut werden – dafür gibt es in den meisten Fällen den Bebauungsplan. Hier wird festgelegt, ob das Grundstück überhaupt und wie es bebaut werden darf.

Die baurechtlichen Bestimmungen können sich von Region zu Region unterscheiden, deswegen ist es wichtig, sich vor Baubeginn über die Auflagen für den eigenen Grund und Boden zu informieren. Sie finden Ihren Bebauungsplan in den örtlichen Behörden oder bei der Stadtplanung ihrer Region.

Sie haben ein Grundstück und kennen den Bebauungsplan? Dann kann Ihre Bauplanung beginnen.

Planung

Ihr Grundstück ist gekauft – um darauf bauen zu dürfen, müssen Sie eine Baugenehmigung erhalten. Bevor Ihr Traumprojekt verwirklicht werden kann, sind vier Planungsphasen notwendig, damit ihr Vorhaben am Ende fehlerfrei stehen kann und genehmigt wird. Die Phasen gehören zu den sogenannten Leistungsphasen, in die der Bau- und Planungsprozess aufgeteilt und nach denen der zugehörige Bauingenieur häufig bezahlt wird. Es ist üblich, für die Planung einen Architekten zu beauftragen, der Sie durch diesen Prozess begleitet. Ist die Zusammenarbeit während der Planung erfolgreich, ist er auch während der Umsetzung Ihres Vorhabens eine große Unterstützung:

In der Grundlagenermittlung wird der Bauherr vom Architekten zunächst zu der Durchführbarkeit seiner Vorstellungen auf dem eigenen Grundstück beraten. Dabei werden das Kostenbudget und rechtliche Grundlagen einbezogen und die notwendigen Experten für die weitere Planung ausgewählt.

In der Vorplanung werden die Projektziele festgelegt und in verschiedenen Zeichnungen zum ersten Mal gestalterisch umgesetzt. Dabei werden auch Alternativlösungen ausprobiert. Form des Gebäudes, Größe und Funktion der Räume werden hier erstmals in Skizzen und Anmerkungen sichtbar. In dieser Phase wird außerdem ein Planungskonzept erstellt, in dem das weitere Vorgehen und die umsetzbaren Lösungen festgehalten werden.

Die Entwurfsplanung dient dem Architekten und Ihnen dazu, das Planungskonzept zu konkretisieren und dabei technische, funktionale, wirtschaftliche und bauphysikalische Anforderungen einzubeziehen. Dazu gehört zum Beispiel der Wärmeschutznachweis. Fenster und Türen werden eingearbeitet und die Anordnung der Sanitäranlagen festgelegt. Außerdem wird die Leistung anderer Experten und fachlich Beteiligter in den Entwurf einbezogen und entscheidend festgelegt, mit welchen Baustoffen gearbeitet werden soll.

Der nächste Schritt ist – endlich – die Genehmigungsplanung. Ihre Entwürfe sind gezeichnet und die Entscheidung für eine Lösung ist getroffen. Ziel dieses Schritts ist es, die Baugenehmigung zu erhalten. Ihre Wunschlösung wird in dieser Phase unter Einbezug aller relevanten Informationen und fachlich Beteiligter vom Architekten final ausgearbeitet. Natürlich unter Beachtung aller rechtlichen Vorgaben und gängigen Normen. Dabei kann Rücksicht auf die Beantragung von Ausnahmen genommen werden. Um diesen Schritt erfolgreich abzuschließen und eine Genehmigung zu erhalten, sollten alle relevanten Nachweise, wie zum Beispiel Wärmeschutz und Standsicherheit, vorhanden sein. Auch hierbei helfen wir Ihnen gerne und finden den richtigen Bauingenieur zur Erstellung der Nachweise.

Wichtig – um einen Bauantrag einzureichen, muss der zuständige Bauingenieur bauvorlageberechtigt sein. Wer darunter zu verstehen ist, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland: Es gibt die “Große” und die “Kleine” Bauvorlageberechtigung. Um eine große Bauvorlageberechtigung zu haben, müssen Architekten Mitglied der Architektenkammer sein. Ingenieure sollten dafür in Ihrer Ingenieurkammer in der Liste der bauvorlageberechtigten Ingenieure gelistet sein. Mit der großen Bauvorlageberechtigung dürfen die Ingenieure alle Gebäude planen.
Mit der kleinen Bauvorlageberechtigung dürfen Gebäude (Wohn-, Gewerbe- und Landwirtschaft-) mit einer Nutz- oder Wohnfläche von maximal 200 Quadratmetern geplant und umgesetzt werden. In Schleswig-Holstein, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Hamburg, Baden-Württemberg und Berlin werden dafür ein Bauingenieurs- oder Architekturstudium mit 2-3 Jahren Berufserfahrung benötigt. Ebenso zugelassen sind hier jedoch auch Handwerksmeister des Maurer-, Zimmerer-, Betonbauer- und Bautechnikerhandwerks.

Sie möchten Ihre Bauplanung beginnen? Wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihren passenden Architekten zu finden und unterstützen Sie auf dem Weg zum erfolgreichen Projekt.

Umsetzung

Baugenehmigung erhalten? Dann kann es jetzt losgehen – Ihr Projekt soll umgesetzt werden. Dazu geht es in die Ausführungsplanung. Um mit dem Bau beginnen zu können, soll Ihr Vorhaben an ein Bauunternehmen vergeben werden. Dazu werden in der Ausführungsplanung die Objektzeichnungen finalisiert – unter Einbezug aller vorher ermittelten Ergebnisse und Berechnungen. Die Entwürfe, die Sie während der Genehmigungsplanung zusammengestellt und eingereicht haben, werden nun konkretisiert. Die finale Lösung entsteht, inklusive detaillierter Angaben für Handwerker und Baufirmen für die Durchführung. Außerdem werden in diesem Schritt Baustoffe und Mengen berechnet und in die Darstellung einbezogen. Nach diesen Plänen wird Ihr Projekt schließlich gebaut.

In der Vergabevorbereitung werden dann schließlich alle notwendigen Leistungsbeschreibungen und Kostenvoranschläge von Handwerksfirmen eingeholt, die die einzelnen Bauschritte umsetzen sollen. Auch hier steht der Architekt oder Bauingenieur Ihnen unterstützend zur Seite, berät Sie zu den Angeboten und führt Verhandlungen zu den vorgeschlagenen Leistungen. Er prüft die Angebote und stellt in der Vergabe die Vertragsunterlagen für die beteiligten Experten zusammen.

Der Hausbau kann beginnen! Alle Planungen sind abgeschlossen und die Leistungen sind vergeben. Ihr Projekt kann gebaut werden. Auch während der Bauüberwachung spielt der Architekt oder begleitende Ingenieur eine große Rolle: Während Handwerker auf Ihrem Grundstück arbeiten, muss die Einhaltung aller bisher erarbeiteten Vorgaben, Berechnungen und Zeitabläufe überwacht werden. Alle Richtlinien, die in der Genehmigungsplanung erstellt und in den Ausführungsplänen festgelegt wurden, sollen jetzt eingehalten werden. Dabei müssen die Vorgaben der Baugenehmigung beachtet, Leistungsbeschreibungen korrekt ausgeführt und Kosten eingehalten werden. Der Architekt ist dafür verantwortlich, dass alle Regeln der Technik beachtet und die Standsicherheit überprüft wird. Mit seiner Hilfe steht Ihr neues Eigenheim stabil.

Ist Ihr Objekt fertig gebaut, wird es durch einen Experten abgenommen. Falls während der Abnahme Mängel auftreten, werden diese festgestellt und beseitigt. Werden alle Vorgaben der Baugenehmigung bei der Prüfung eingehalten, kann Ihr Architekt Ihnen Ihr neues Zuhause mit allen zugehörigen Unterlagen übergeben. Herzlich Willkommen!

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