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2022 – Trends in der Bauindustrie

Wie alles im Leben verändert sich auch die Bauindustrie stetig. Das ist ein großes Glück, denn nur so kann auch der Hausbau unseren Ansprüchen gerecht werden. Wichtige Wegweiser dabei: Die neuen Bauherren legen Wert auf Flexibilität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Vor allem Letzteres ist wichtig für die Weiterentwicklung der Technologie im Bau.

Den heutigen Bauherren ist Flexibilität im Bau immer wichtiger. Das Zuhause soll sich möglichst an die voranschreitende oder verändernde Lebensweise anpassen. Die Baubranche trägt außerdem seit Jahren auch eine zweite Überschrift: Nachhaltigkeit. Nicht nur um das Klima zu schonen und Geld zu sparen, sondern um auch im Alter vorzusorgen, lohnt es sich nachhaltig und energieeffizient zu bauen. 

Wie auch in anderen Berufen leidet jedoch auch die Baubranche immer mehr unter dem Mangel an Fachkräften. Dieser Trend wird sich auch 2022 weiter fortsetzen. Somit müssen die Bauunternehmen immer kreativer werden, um den Personalmangel irgendwie abzufangen. Auch deshalb nimmt die Digitalisierung weiterhin Fahrt auf und lässt die Baubranche dabei nicht aus. Die Vorteile in der Digitalisierung der Baubranche sind vielfältig: Wer bei der Digitalisierung in dieser Branche schnell und effizient arbeitet, wird sich einen großen Vorsprung gegenüber anderen Mitbewerbern erarbeiten. Denn diese wird dabei helfen, Arbeitskräfte gezielter einzusetzen, Personal einzusparen, die Bauvorhaben schneller fertigzustellen und die Bauprozesse durch die Vernetzung von Maschinen und Gewerken zu optimieren.

Was bedeutet das nun im Detail? Welche Trends werden im Jahr 2022 auf dem Vormarsch sein?

Flexibilität in der Bauindustrie 2022

Vorgefertigte Bauten

Kein besonders neuer Trend, jedoch in den letzten Jahren wieder aktuell geworden: vorgefertigte Bauten. Durch eine Vorfertigung von Standardbauteilen und modularen Bauweisen können sowohl die Zeiten der aufwendigen Montage der Gebäude als auch die Kosten verringert werden. 

Egal ob Holz- oder Betonbau – Die notwendigen Wände, Decken und andere Bestandteile werden in dafür vorgesehenen Hallen vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Das spart Zeit und folglich auch Geld. Ein weiterer besonderer Vorteil ist, dass der Hausbau nicht auf gute Witterungsverhältnisse angewiesen ist. Selbst in den späten Herbstmonaten können die notwendigen Teile vorgefertigt und im Januar vor Ort montiert werden, sodass innerhalb weniger Wochen bereits das Richtfest gefeiert werden kann.

Vor allem standardisierte Bauteile, die die Bauunternehmen anbieten, sind besonders günstig in der Herstellung und folglich auch für den Endkunden. In manchen Fällen befinden sich die notwendigen einzelnen Komponenten bereits in den Hallen, sodass einer zeitnahen Montage nichts im Wege steht.

Urban living – Verdichtung in Städten

Städtisch bauen kann man mit unterschiedlichen Herangehensweisen: Entweder man dehnt die Grenzen der Stadt aus und baut in den Randbezirken – dort gibt es in der Regel viel Platz und Raum für eine eigene Siedlungsstruktur außerhalb des Stadtzentrums. Oder man denkt sich die Stadt als eine Art Manhattan – von allen Seiten begrenzt und somit auf die Verdichtung angewiesen.

Um verdichtet zu bauen braucht es immer neue Konzepte um dem vielfältigen städtischen Leben und um allen Bewohnern gerecht zu werden: Den Bewegungseingeschränkten mit Barrierefreiheit, die bereits im Hausflur beginnt, den Wohngemeinschaften mit vielen kleinen Räumen für Privatsphäre einerseits und Gemeinschaftsräumen andererseits. Für den Bau bedeutet es flexible, multifunktionale Räume zu schaffen, mit Privatsphäre und gleichzeitig Offenheit für das Stadtgeschehen. Baulücken müssen außerdem kreativ geschlossen werden, beispielsweise mit Townhouses oder mithilfe von Gemeinschaftsbauten initiiert von Baugruppen. Wenn Baulücken nicht mehr in Fülle vorhanden sind, ist auch Dachausbau bzw. -aufbau ist auch ein Bestandteil des Urban Living und hat in der Zukunft vor allem in deutschen Städten sicherlich eine Menge Potential.

Barrierefrei Bauen – Die eigene Zukunft mitdenken

Barrierefreiheit in privaten und öffentlichen Räumen bedeutet Zugänglichkeit für Menschen, die aus welchen Gründen auch immer nicht, noch nicht oder nicht mehr die Möglichkeit haben, gewisse Barrieren zu überwinden. Für Menschen, die von nachlassender körperlicher Aktivität betroffen sind, kann das bedeuten, dass gewisse Schwellen nicht (mehr) überwindbar sind. Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, brauchen breitere (Durch-)Gänge. Kinder, die noch in vielen Alltäglichkeiten Sicherheiten brauchen, brauchen Ab- und Begrenzungen, auch das ist Zugänglichkeit.

Durch das Bewusstsein, dass Barrierefreiheit unseren Alltags enorm erleichtert, wird in den letzten Jahren nicht nur beim Neubau auf Zugänglichkeit geachtet – so führen in einen Bungalow keine Treffen hoch, Duschen werden fast ausschließlich ebenerdig gebaut, auf Türschwellen wird verzichtet. Auch steigt die Bereitschaft für Umbaumaßnahmen. Von der Beseitigung aller unnötigen Schwellen und Stolperfallen im Haus über die Schaffung breiterer Flure bis hin zu Anpassungen der Fenster: Je nach Standard des Umbaus, wird das Nachrüstungsprojekt von der KFW-Bank gefördert.

Nachhaltigkeit in der Bauindustrie 2022

Einfach Bauen – Ohne Schnickschnack, kostengünstig und ökologisch

Das Rückbesinnen auf das einfache, regionale Leben findet nicht nur im Bereich Ernährung und Reisen statt, sondern spiegelt sich in unserem Hausbauverhalten wieder.

Klare Formen und der Verzicht auf das Unnötige – Für manche ist es in gewisser Form der Verzicht auf Luxus, für die anderen der Inbegriff des modernen Lebens. Mit dem einfachen Bauen verbindet die Baubranche nicht nur klare, reduzierte Konstruktionen, sondern auch die Nutzung einfacher Materialien. Damit sind regionale Baustoffe gemeint, die langlebig und einfach zu beschaffen sind. Einfache Baukonstruktionen sind damit nicht nur kostengünstiger, sie sind auch nachhaltiger – denn weniger Schnickschnack und weniger unnötiger Raum bedeutet auch weniger Baumaterial. 

Regional und abbaubar – Der neue Holzbau

Bauen mit Holz kann man inkognito gestalten: Mit Verbundplatten oder mit Putz bedeckt oder als Mischkonstruktion: innen Holz, außen Wasauchimmer! Immer häufiger entsteht jedoch bei Bauherren der Wunsch, das warme, natürliche Material Holz der Außenwelt ganz unverlogen zu präsentieren.

Mit Holz zu bauen macht aus ökologischer Perspektive sehr viel Sinn: Holz ist ein nachwachsendes Material, das regional gewonnen werden kann. Die Verarbeitung von Holz benötigt außerdem weitaus weniger fossile Energie als andere Baustoffe dies tun und es bindet CO2.

Der Trend mit Holz zu bauen ging seinerzeit mit der Industrialisierung zurück und ließ den damals neuen Materialien wie Stahl, Eisen oder eben auch Stahlbeton den Vorrang. Nun, mit neuem Verantwortungsgefühl für unsere Erde, hat Holz wieder an Beliebtheit gewonnen und kann sich als Baustoff weiterentwickeln. Abseits von der traditionellen Fachwerkbauweise bzw. Holzrahmenbauweise, werden nun auch massive, tragfähigere Formen aus gestapelten Querschnitten geschaffen, die auch abseits von Einfamilienhäusern eingesetzt werden können. Museen, mehrgeschossige Häuser oder auch Kulturzentren können mit dem urigen, gemütlichen Baustoff problemlos und standfest errichtet werden.

Dank innovativer Holzverarbeitungstechniken muss Holz auch nicht mehr allzu natürlich altern bzw. verwittern. Ob durch Verkohlung, mit Alkohol imprägniert oder mit Hilfe spezieller Lacke kann man das Holz schützen und die Ursprungsfarbe des Materials über Jahrzehnte aufrechterhalten werden.

Second Hand Haus

Second Hand Leben in einem bereits existierenden Haus mit Geschichte, das jedoch mit viel Aufwand so umgebaut werden kann, wie man es sich vorstellt. Das ist manchmal nachhaltig, da weniger Baustoffe gebraucht werden. Manchmal ist es alles andere als das, da alte Häuser weniger energieeffizient sind. An dieser Stelle lohnt es sich, einen Energieberater heranzuziehen, der die energieeffizientesten Sanierungsmaßnahmen kalkuliert und das Haus um einiges klimafreundlicher und das Leben auf Dauer günstiger und vor allem förderfähig macht.

Der andere Bereich des Second Hand Living ist das Bauen mit Baumaterialien aus zweiter Hand. Im Internet sind zahlreiche Plattformen vertreten, die Bauteile anbieten, die aufgrund einer Fehlbestellung entsorgt werden müssen. Diese Bauteile sind meist völlig neu und können für einen weitaus geringeren Preis erworben werden. Das ist günstig und nachhaltig zugleich! Der Nachteil: Der Markt ist noch nicht groß genug, um alle Wünsche zu erfüllen. Man muss nehmen und verbauen was man kriegt.

Digitalisierung in der Bauindustrie 2022

Smart Home

Steuerung aller technischer Geräte im eigenen Zuhause von der Arbeit, aus dem Urlaub oder von einem ganz anderen Ort. Das bezeichnet man als Smart Home Anwendungen. Ob Rollläden herunterlassen, die Waschmaschine zur rechten Zeit anmachen, die Heizung aufdrehen, wenn man frisch aus dem Urlaub kommt oder den Saugroboter ganz bequem für sich die Arbeit erledigen lassen, während man im Café sitzt. Das Ganze Vergnügen wird vom Tablet oder Smartphone aus reguliert und revolutioniert das Wohnen. Durch die Steuerung und Überwachungsfunktion kann auch der Energieverbrauch kontrolliert werden. Die spart langfristig Geld. Neue Systeme optimieren sich mittels künstlicher Intelligenz sogar selbst.

In einem ausgefeilten System sind alle Module in einer Zentrale miteinander verbunden und können von dort gesteuert werden. Die Herausforderung für den Bau: Sensoren, Kameras und weitere technische Hilfsmittel müssen zur Grundausstattung des Smart Homes eingeplant werden. 

Laut statista.de soll es im Jahr 2025 18,5 Smart Home Haushalte in Deutschland geben. Das heißt, nahezu jeder fünfte Haushalt wird smart gesteuert.

Die Nachteile bisher: Den Deutschen ist Datenschutz nach wie vor wichtig, weshalb den Smart Home Funktionen mit gewisser Skepsis begegnet wird. Außerdem ist die Grundausstattung teilweise ziemlich kostenintensiv.

Diese Digitalisierungsmaßnahmen erleichtern die Arbeit in der Baubranche 2022:

Augmented Reality

Bei der Augmented handelt es sich um eine Möglichkeit mit Hilfe einer Brille, ergänzende Daten aus dem direkten Sichtfeld darzustellen. Bei älteren Gebäuden, die saniert werden sollen, kann diese Technologie beispielsweise Risse in Wänden darstellen und die Baubranche somit einfach unterstützen. Bei Neubauten können zum Beispiel Rohrverläufe, Kabelverläufe und Positionen von anderen Bauteilen, die nicht einsehbar sind, mit dem Bauplan verglichen werden. Abweichungen können dadurch relativ schnell erkannt werden und es ist möglich frühzeitig einzugreifen, falls nötig.

3D-Scanning und Mixed Reality

Durch diesen Trend wird es künftig noch einfacher den Baufortschritt mit Hilfe von 3D-Gebäudemodellen, statt zweidimensionalen Grundrissen, zu überwachen. Beim 3D-Scanning werden Objekte aus unterschiedlichen Perspektiven erfasst. Basierend auf diesen Informationen können vollwertige 3D-Modelle erstellt und die Realität  Millimeter nachgeahmt werden. Dies wird dazu führen, dass Kosten durch eventuelle Fehler und dadurch notwendige Veränderungen in der Bauphase reduziert werden können.

Robotereinsatz

Durch den Einsatz von Robotern können menschliche Arbeitskräfte unterstützt werden. Ein Roboter kann harte, gefährliche, monotone Standardarbeiten abnehmen und innerhalb kürzester Zeit ausführen, während die menschliche Arbeitskraft mit seiner hohen Qualifikation Arbeiten durchführt, für die viel Geschick und Erfahrung notwendig sind. Dies spart viel Zeit und ermöglicht es, Häuser in noch kürzerer Zeit zu errichten und durch die Geschwindigkeit mehr Bauherren den Hausbau zu ermöglichen.

Drohnen stellen einen enormen Fortschritt im Baugewerbe dar

Mithilfe von Drohnen können Baustellen von der Luft aus überwacht und ausgewertet werden, dadurch werden viele zusätzliche Daten gewonnen. Die Drohne nimmt Luftbilder auf, diese werden mit Hilfe einer Software in 3D-Aufnahmen umwandelt. Anhand dieser Bilder können die Architekten genau erkennen, ob der Bau den Bauplänen entspricht und auch, ob die Bauarbeiten genaustens im Zeitplan liegen. Auch können Bestandsaufnahmen vom Material aufgrund der gefertigten dreidimensionalen Bildern gemacht werden.

Die Zukunft ist digital, nachhaltig und flexibel

Generell lässt sich sagen, dass sich die Bauindustrie unbedingt digitalisieren muss, um die Prozesse zu optimieren, Kosten zu sparen und den Mangel an Fachkräften zu kompensieren. Dies wird, wie oben beschrieben, durch viele unterschiedliche Prozesse in der Digitalisierung erreicht und in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden. Das Problem wird sein, auch für kleinere Betriebe den Markt der Digitalisierung zu öffnen. Um auch kleineren und mittelständischen Betrieben den Einstieg in die Digitalisierung zu ermöglichen, gibt es bereits Unternehmen, wie beispielsweise Construyo, die als Partner kleinerer Firmen diesen den Zugang zur Digitalisierung im Baugewerbe ermöglichen, damit jeder die Chance hat, die Digitalisierung zu nutzen und damit auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben zu können.

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